Dauernde Umstrukturierung – Ende

Seit Anfang des Jahres überlege ich, wie ich meinen Vermögensaufbau möglichst automatisieren kann und somit möglichst wenig zeitlichen Aufwand damit habe.

Zuletzt berichtete ich über meine neue Sparpläne auf Einzelwerte. Das funktioniert auch gut, trotzdem war ich nicht ganz glücklich damit. Außerdem wollte ich seit einiger Zeit gerne den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF besparen. Da Vanguard erst vor Kurzem den deutschen Broker-Markt betrat, gab es noch nicht so viele Sparplanangebote zu diesem ETF. Ich wollte also herausfinden, ob und wann der ETF gegebenenfalls bei der Consors Bank bespart werden kann. Eine Google-Suche später landete ich in einem Thread der Consors-Community, in der es bereits mehrfach die Aufforderung gab, Vanguard ETFs also Sparplanoption aufzunehmen. Im Verlauf des Threads bestätigte einer der Moderatoren, dass Vanguard ETFs nun sparplanfähig seien und seitdem sieht mein Setup wie folgt aus:

  • Monatlicher Dauerauftrag in mein Optionsdepot. Hier werde ich nur noch gelegentlich langlaufende Optionen schreiben.
  • Sparplan auf den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF bei der Consors Bank. Hier muss ich gar nichts weiter tun, außer eventuell ein Mal im Jahr die Ausschüttungen verwerten.
  • Sonstige Liquidität stecke ich je nach Situation ebenfalls in den ETF oder in Einzelwerte. Das wird vielleicht auch maximal zweimal im Jahr passieren.

So wie es jetzt ist, gefällt es mir wirklich gut. Der Aufwand ist nun auf ein Minimum begrenzt, ich kann gut schlafen und habe noch ein wenig mehr Zeit für andere Dinge.

Im Wandel der Zeit

Das letzte Jahr hat einige schleichende Verändeurngen mitgebracht. Insbesondere meinen Bezug zum Thema Finanzen.

Habe ich mich die letzten acht Jahre wie ein Schneekönig gefreut, wenn ich auf interessante Artikel, Investmentideen etc. stieß, so finde ich immer weniger Gefallen daran viel Zeit in die Thematik zu stecken.

Ich habe wieder stärker zum Thema Vereinfachung gefunden und möchte auch meinen Investmentstil (ohne mit der grundsätzlichen Idee zu brechen) minimalisieren.

Folgende Ideen hierzu:

  • Mein Depot wird bespart, wenn ich zusätzlich zu Geld komme (evtl. Steuererstattung, Bonuszahlungen, whatever)
  • Ich sammel Liquidität und schreibe lang laufende Puts (drei bis fünf Jahre), möglichst am Jahresanfang, um einmal Arbeit zu haben und den Steuervorteil auszunutzen (bei meinem Broker wird keine KESt abgeführt, so dass ich mich im Folgejahr bei der Steuererklärung selbst darum kümmern muss).
  • Ergebnis: ich werde vielleicht noch vier- bis sechsmal im Jahr aktiv für Depotüberprüfungen und ansonsten habe ich meine Ruhe, während ich 2017 mindestens zweimal im Monat Puts verkaufte

Zusammenfassung der Vor- und Nachteile bzgl. der Vorgehensweise bei den Optionen

Vorteile

  • absolut höhere Prämien im Jahr des Zuflusses mit größtmöglichem Steuervorteil
  • wenig Arbeit und übersichtlicher
  • viel Zeit Liquidität anzusparen (sofern es keine extremen Kursrücksetzer gibt und Optionen vor Verfall ausgeübt werden)
  • Liquidität steht länger zur Verfügung

Nachteile

  • die relative Prämie über die gesamte Laufzeit wird tendenziell geringer ausfallen
  • höherer Kapitalbedarf im Ausübungsfall
  • durch die längere Laufzeit ist die Entwicklung des Basiswertes schwieriger abzuschätzen

Für mich ist das Wichtigste, dass meine Einnahmen so passiv wie möglich werden.

Nachtrag: Apropos passives Einkommen. Hier noch ein Partnerlink zu dem Buch welches ich gerade lese: Eine kurze Geschichte der Menschheit von Yuval Noah Harari. Hätte man mir gesagt, dass ich mich mal für Geschichte interessiere …

Und sonst so? Fallen euch weitere Vor- und Nachteile zu meiner Prämienidee ein? Was habt ihr 2018 vor? Hat sich bei euch im vergangenen Jahr etwas verändert?

Fehler der Vergangenheit

Man lebt das Leben vorwärts und nicht rückwärts.

Und weitere Weisheiten belehren uns, dass wir nicht alles vorhersehen können.

Deswegen gibt es heute meine größten Fehler im Vermögensaufbau. Selbstverständlich rückblickend, da ich meine künftigen Fehler leider nocht nicht kenne.

  1. Zu spät begonnen – wird jeder sagen können, der früher vom Aktienmarkt wusste, Geld zum Investieren hatte und es einfach nicht tat. Trifft für mich sowohl auf Aktien als auch auf Optionen zu.
  2. Aktien verkauft, weil ich eine Wohnung kaufen wollte, die ich dann doch nicht kaufte: Dadurch hatte ich Einbußen bei Altria und GlaxoSmithKline und verlor Orange sowie MunichRe
  3. Vanguard Natural Ressources gekauft: Meine erste Position die ich vollständig verlor (es gab ein paar Kröten an Dividenden), da es eine MLP war, war die ganze Sache aber auch steuerlich selten dämlich meinerseits, hier hatte ich mich zu wenig informiert.
  4. zu viel informiert, zu viel mit Einzelwerten beschäftigt: Ich habe zu Beginn viel Zeit investiert verschwendet mir möglichlist alle Informationen zu einem Unternehmen zu besorgen. Völliger Quatsch. Dafür werden manche Menschen (auch Analysten genannt) bezahlt. Und die tun ihre Meinung auf Finanzportalen kund. Außerdem gibt es bessere Blogs als meinen, auf welchen die Betreiber ebenfalls die wichtigsten Infos über interessante Unternehmen mitteilen
  5. Von Einstiegskursen anderer Investoren abeschrecken lassen: Sind Aktien teuerer als die ausgewiesenen Einstiegskurse von Freunden oder Bloggern habe ich mich ein paar mal zurückgehalten, obwohl ich von den Werten überzeugt war. Mit der Konsequenz, dass ich jetzt noch mehr bezahlen muss …

Meine zukünftigen Fehler gibt es dann irgendwann wieder als Rückblick. 😉

Was war euer bisher größter Fehler beim Vermögensaufbau?

Einnahmen Juli 2017

Auch der Juli ist vorbei und das zweite Halbjahr startet direkt mit einem erfreulichen Ergebnis.

Diesen Monat habe ich mein Sparziel für das Optionsdepot erreicht und der Verkauf von Optionskontrakten befindet sich nun auf einem Level, wo es beginnt richtig Spaß zu machen.

Der Dollar schwächelt weiter und mein Dividendendepot hat im vergangenen Monat ganz schön was abbekommen. Aber hier geht es in erster Linie nicht um Kursgewinne, sondern um einen monatlichen Cashflow und mit diesem bin ich wirklich zufrieden.

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