Im Wandel der Zeit

Das letzte Jahr hat einige schleichende Verändeurngen mitgebracht. Insbesondere meinen Bezug zum Thema Finanzen.

Habe ich mich die letzten acht Jahre wie ein Schneekönig gefreut, wenn ich auf interessante Artikel, Investmentideen etc. stieß, so finde ich immer weniger Gefallen daran viel Zeit in die Thematik zu stecken.

Ich habe wieder stärker zum Thema Vereinfachung gefunden und möchte auch meinen Investmentstil (ohne mit der grundsätzlichen Idee zu brechen) minimalisieren.

Folgende Ideen hierzu:

  • Mein Depot wird bespart, wenn ich zusätzlich zu Geld komme (evtl. Steuererstattung, Bonuszahlungen, whatever)
  • Ich sammel Liquidität und schreibe lang laufende Puts (drei bis fünf Jahre), möglichst am Jahresanfang, um einmal Arbeit zu haben und den Steuervorteil auszunutzen (bei meinem Broker wird keine KESt abgeführt, so dass ich mich im Folgejahr bei der Steuererklärung selbst darum kümmern muss).
  • Ergebnis: ich werde vielleicht noch vier- bis sechsmal im Jahr aktiv für Depotüberprüfungen und ansonsten habe ich meine Ruhe, während ich 2017 mindestens zweimal im Monat Puts verkaufte

Zusammenfassung der Vor- und Nachteile bzgl. der Vorgehensweise bei den Optionen

Vorteile

  • absolut höhere Prämien im Jahr des Zuflusses mit größtmöglichem Steuervorteil
  • wenig Arbeit und übersichtlicher
  • viel Zeit Liquidität anzusparen (sofern es keine extremen Kursrücksetzer gibt und Optionen vor Verfall ausgeübt werden)
  • Liquidität steht länger zur Verfügung

Nachteile

  • die relative Prämie über die gesamte Laufzeit wird tendenziell geringer ausfallen
  • höherer Kapitalbedarf im Ausübungsfall
  • durch die längere Laufzeit ist die Entwicklung des Basiswertes schwieriger abzuschätzen

Für mich ist das Wichtigste, dass meine Einnahmen so passiv wie möglich werden.

Nachtrag: Apropos passives Einkommen. Hier noch ein Partnerlink zu dem Buch welches ich gerade lese: Eine kurze Geschichte der Menschheit von Yuval Noah Harari. Hätte man mir gesagt, dass ich mich mal für Geschichte interessiere …

Und sonst so? Fallen euch weitere Vor- und Nachteile zu meiner Prämienidee ein? Was habt ihr 2018 vor? Hat sich bei euch im vergangenen Jahr etwas verändert?

5 Antworten

  • Uhh, habe ich da minimalistisch gelesen? Ich war bisher sehr faul und habe einfach einen Grossteil meines Vermögens in einen globalen ETF investiert. Lese mich so langsam in den Optionshandel ein. Bin mir aber nicht sicher, da ich an vielen Stellen lese, dass ein täglicher Zeitaufwand von 15-30 Minuten fast unabdingbar ist. Wenn ich aber Deine Zeilen hier lese, sehe ich, dass es auch anders geht. Hmm. Gut zu wissen, ist mir aber alles noch etwas zu Verworren.

    • Hi Minimalist,

      bei richtigen Optionshandel ist wahrscheinlich ein höherer Zeitaufwand nötig.
      Die meisten handeln aber auch auf Margin. Ich mittlerweile auch. Mein Konzept sieht aber vor, dass ich bis zum Verfallstag den eventuell benötigten Betrag beisammen habe und bei Ausübung die Aktien kaufen könnte.

      Beispiel Allianz:
      Ich verkaufte einen Put 180 Dec 2021.
      Das heißt ich muss die Aktien für 18000 EUR (100 Stk. zu 180 EUR) kaufen, wenn der Kurs unter 180 EUR im Dezember 2021 steht. Dafür bekam ich netto etwa 2500 EUR. Das Geld habe ich zur Seite gelegt und spare bis zum Verfall die fehlenden 15500 EUR an. Fertig.
      Bleibt der Kurs über 180 EUR fahre ich mit dem Geld in den Urlaub oder verkaufe weitere Kontrakte mit höherem Basispreis, was dann mit höherer Prämie einhergehen sollte.

      Ich verkaufe Optionskontrakte. Habe sie bisher aber nicht zurückgekauft, weil ich immer bereit war den Basiswert zum Basispreis einbuchen zu lassen. Ziemlich simpel und bislang erfolgreich. Kann aber auch nur auf ein Jahr Praxiserfahrung zurückblicken und wurde für mein Vorgehen bereits kritisiert.

      Falls du Fragen hast kannst du dich gerne melden.

      Gruß,
      Marco

      • Danke Marco für die Erklärung Deines Vorgehens. Gut erklärt, ich habe es verstanden. Du verkaufst aber dann Puts auch nur von Aktien von denen Du überzeugt bist und eben zur Not auch in Dein Aktiendepot aufnehmen würdest, korrekt?

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